damals...
Zwischen der Hausnummer 119 und 121 kreuzt die Michaelkirchstraße die Köpenicker.
Links müsste also die Köpenicker Straße 121 teilweise abgebildet sein.
Die Nr. 120 gibts nicht
Anzeige der Luisenstädtischen Apotheke in der Köpenicker Straße 119 vom Jahr 1906
Auf der Ansichtskarte ist rechts die Luisenstädtische Apotheke von Artur Tichauer in der Köpenicker Straße 119 zu sehen. Sie wurde von den Nazis 1936 liquidiert.
Fontanes Schwager Hermann Sommerfeldt erwarb 1862 die Luisenstädtische Apotheke.
1891 wurde sie von G.Schröpffer und 1910-1914 von Dr. Manfred Hapel geführt.
Art(h)ur Tichauer wurde am 06.08.1885 geboren, am 19.02.1943 deportiert und im KZ Auschwitz ermordet.
In der Traunsteiner Str. 8 in Berlin - Schöneberg wurde für ihn ein
Stolperstein verlegt.
Auch seine Frau
Edith Tichauer, geborene Kornblum geboren am 24.06.1895 fiel dem Wahnsinn zum Opfer.
Im jüdischen Adressbuch von 1931 wird die Wohnadresse Am Treptower Park 23/24 für Artur Tichauer angegeben.
Die Apotheke von Artur Tichauer, Köpenicker Straße 119, vermutlich 1930er Jahre zugesandt von Familienangehörigen ©Y. Sheccoury 2015
Artur Tichauer führte die Apotheke von 1918 bis er durch die faschistischen Rassegesetze aufgrund seiner Religionszugehörigkeit 1936 gezwungen war, sie aufzugeben.
Im einem alten Telefonbuch (vor dem 2. Weltkrieg) ist in der Köpenicker Straße 119 das Polizeirevier 12 eingetragen, das der jüdische Widerstandskämpfer Günther Stillmann erwähnt, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite wahrscheinlich in der
Köpenicker Straße Nummer 63 /Ecke Michaelkirchstraße wohnte.
Es ist nun auch in dem Bild von Y. Sheccoury zu sehen.
Siewertsen, Richard
Schneidermstr.
SO 16, Köpenicker Str. 119
(1941)
heute:
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