Die Köpenicker Straße Nr. 72

in Berlin Mitte


Hier befand sich 1860 die Silberwarenfabrik von Franz Gustav David Vollgold und Christof David Vollgold, Vollgold und Söhne,
die die Hofgoldschmiede des Kaisers waren.

Eine Anzeige gibt folgende Beschreibung:

Dampfwalzwerk und galvanoplastische Anstalt, Tafelgeräte, Gebrauchs- und Phantasie-Gegenstände,
in gediegenem Silbergewicht. Ausführung nach Zeichnungen und gegebenen Modellen. Wahlsendungen zu Ehrengeschenken;
Sport- und Fachpreisen. Spezialität: Fischbestecke

D.Vollgold Gothischer Krug
Gothischer Krug von D.Vollgold & Söhne in Berlin, Kaltguß in Silber.



D.Vollgold Pokal  D.Vollgold Kelch
   
Die Stücke wurden in einer Zeitung 1855 veröffentlicht.
Franz Gustav David Vollgold, Berlin 1810 - 1880, wurde 1860 Hofgoldschmied des Prinzregenten.
Arbeiten seiner Werkstatt sollen sich heute unter anderem im Märkischen Museum in Berlin befinden.

Die Berliner Hofschmiede Franz Gustav David Vollgold (1810 -nach 1867) und Christof David Vollgold (1775 -1859) fertigten die Nachbildung des Magdeburger Reiters als Modell für einen Tafelaufsatz, den über einen Meter hohen Tafelaufsatz aus 20 Kilogramm Silber.



Eine Anzeige der Firma findet sich auf der Homepage:
www.925-1000.com

Das Berliner Adressbuch findet den "Bronceur" bereits 1824 in der Neuen Commandantenstraße 14

Ihre Kunst ist unter anderem im Kulturhistorischem Museum in Magdeburg zu bewundern.
(Sonst einfach "D.Vollgold" in Suchmaschinen suchen)


Paul Liebig
1912;  Rechnung von Paul Liebig, Köpenicker Straße 72;
Das Berliner Adressbuch verrät uns, das Paul Liebig hier eine Steindruckerei betrieb.

Maste und Hebezeugefabrik
Hier befand sich die KOMET Maste und Hebezeugefabrik (ca.1913), Köpenicker Straße 72

Fritz Schindler,
Drahtgitterfabrik und Metalldrahtweberei,
Köpenicker Straße 72
Nachweis auch 1941

Hier existierte das jüdische Unternehmen "Berliner Metallwaren-Fabrik" Bemefa GmbH
gegründet 1928, übernommen 1937, liquidiert 1939,

Auch die Firma
"Max Groß" Vertretung auswärtiger Häuser,
gegründet 1913 übernommen 1932 und liquidiert 1939 zählte zu den jüdischen Unternehmen in der Köpenicker Straße.


wie auch die Firma
Plan- & Sack-Industrie Oppenheimer & Nürnberg
Planen und Säcke (Haushaltswaren)
gegründet 1902 , liquidiert 1933 wurde von den Faschisten als jüdisches Unternehmen eingestuft.


Feddeck, Otto
Damenkonfektion
SO 16, Köpenicker Str. 72
(1941)

Friedrich, Adolf
Werkzeug Maschinen
SO 16, Köpenicker Str. 72
(1941)

Gebr. Geisel
Buchdruckerei-Formulardruck.
SO 16, Köpenicker Str. 72
(1941)

Jenßen, Walter
Kürschn.
SO 16, Köpenicker Str. 72
(1941)

Koishorn, Otto
Montageunternehm.
SO 16, Köpenicker Str. 72
(1941)

Lehmann, Charles
Porzellan, Kristall, Haushaltsartikel
SO 16, Köpenicker Str. 72
(1941)

Rietdorf, Wilhelm
Auto-Fuhrwerke
SO 16, Köpenicker Str. 72
(1941)

Scholich, Albert
Schilderfabrikation
SO 16, Köpenicker Str. 72
(1941)

Stahl, Fritz
Dentist
SO 16, Köpenicker Str. 72
(1941)

Wegener, E.
Leim u. Schellacken
SO 16, Köpenicker Str. 72
(1941)

E-Mail

eisfabrik@berlin-eisfabrik.de